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Kassensysteme in Supermärkten, an Tankstellen oder in Restaurants laufen in vielen Fällen noch über das veraltete Betriebssystem Windows XP, das Hackern Tür und Tor für Angriffe öffnet. Eine solche Sicherheitslücke nutzen Kriminelle neuerdings, um eine Malware namens UDPoS auf den Kartenlesegeräten der Kassen zu infiltrieren.

Über einen geschickten Weg ist die Schadsoftware in der Lage, die gesammelten Magnetstreifendaten einer jeden in das Kartenlesegeräte gesteckten Kreditkarte vollständig auszulesen und über den sogenannten DNS-Traffic auf die Computer der Hacker zu überspielen. Anhand der Daten können die Täter Ihre Karte dann nachbauen und auf Ihre Kosten in aller Welt einkaufen gehen.

Welche Märkte, Hotels oder Restaurant-Ketten in Deutschland besonders betroffen sind, ist derzeit noch unklar. Unternehmen wurden nun zunächst deutschlandweit über die Vorfälle informiert und sind dazu angehalten, den beschriebenen DNS-Traffic in ihren Kassensystemen zu beobachten. Fällt dort ein erhöhter Verkehr auf, ist der Schädling bereits aktiv.

Für Sie bieten sich zwei Möglichkeiten, um sich gegen diesen akuten Hackerangriff zu schützen: Entweder Sie zahlen vorerst wieder überall mit Bargeld. Oder Sie überprüfen Ihre Kreditkartenaktivitäten regelmäßig in Ihrem Online-Banking-Portal. Fällt Ihnen dort ein Missbrauch auf, melden Sie diesen zügig der Bank. Diese kann Geldtransfers bei schnellem Handeln häufig wieder rückgängig machen.

 

update:

Auf Ihrem Android-Smartphone versteckt sich Triada tief in den Systemprozessen, manipuliert laufende Apps und spioniert so unter anderem Ihre Online-Banking-App aus. Mit anderen Worten: Der Trojaner ist brandgefährlich!

Eine Liste mit allen betroffenen Handy-Modellen finden Sie auf dieser Webseite: https://news.drweb.com/show/?lng=en&i=11749&c=5

Prüfen Sie dort umgehend, ob Ihr Smartphone betroffen ist. Ist dies der Fall, lässt sich der Trojaner nur auf kompliziertem Wege entfernen. Das Gerät muss dafür komplett zurückgesetzt und ein neues, sauberes Android-Image installiert werden. Hierzu benötigen Sie in der Regel die Hilfe des jeweiligen Herstellers, weshalb Sie diesen sofort kontaktieren sollten.

Quelle: computerwissen.de