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Hacker verschicken Trojaner-E-Mails im Namen der Kollegen, Freunde oder Familie
Hacker nutzen im Darknet kursierende oder zuvor bereits selbst erbeutete Datensammlungen und Mailverkehr-Aufzeichnungen, um einen gezielten Angriff auf Sie zu starten. Sie wissen also, dass Heinz G. ihr langjähriger Buchhaltungs-Kollege ist oder Josef T. ein seit Jahrzehnten zuverlässiger Geschäftspartner, geben sich als diese Personen aus und schicken Ihnen in deren Namen E-Mails mit verseuchtem E-Mail-Anhang.

Die Täter setzen unterschiedliche, personalisierte Ansprachen in ihren E-Mails ein, die verseuchte Datei im Anhang ist aber immer exakt die gleiche: Eine .doc-Datei, die Sie nach dem Download darum bittet, Makros zu aktivieren, um die Datei richtig darstellen zu können. Makro-Abfragen sind immer ein Zeichen dafür, dass sich hinter der Datei Malware verbergen könnte, denn Angreifer nutzen Makros, um nach der für sich gesehen erstmal harmlosen Word-Datei den entscheidenden Teil der Schadsoftware herunterzuladen und Ihren PC damit systematisch zu befallen.

Wem der Betrug nicht rechtzeitig auffällt, der öffnet die Datei, erlaubt die Nutzung von Makros – und holt sich in bislang allen beobachteten Fällen des aktuell kursierenden Hackerangriffs den Banking-Trojaner und Passwort-Dieb Emotet auf den PC. Der Schädling stiehlt ihre Bankdaten und sorgt für eine Umleitung Ihrer SMS-TAN, sodass die Kriminellen Ihr gehacktes Bankkonto leerräumen können.

Seien Sie rigoros und öffnen Sie aktuell keine Anhänge im .doc- oder zip-Format. Erhalten Sie eine E-Mail, die vermeintlich vom Kollegen stammt, erkundigen Sie sich telefonisch, ob er die Nachricht tatsächlich verschickt hat. Verlassen Sie sich in diesem Fall unter keinen Umständen auf Anti-Viren-Software. Kein aktuelles Programm ist in der Lage, den Schädling vor der Installation zu erkennen. Weder die Worddatei noch der nach Makro-Aktivierung nachgeladene Trojaner werden von der derzeit angesagten Anti-Viren-Software als Bedrohung erkannt.

updates:

Ein Klinikum in Fürstenfeldbruck ist Opfer eines verheerenden Hackerangriffs geworden. Sämtliche 450 Rechner wurden vermutlich von einem Trojaner infiziert, von dem ich Sie erst vor wenigen Tagen gewarnt habe...

2.12.18:
Der Laptop- und PC-Hersteller Dell ist Opfer eines Hackerangriffs geworden. Dabei haben die Angreifer Kundendaten im großen Stil gestohlen. Betroffen sind Name, E-Mail-Adresse und Passwort der Nutzer von Dell-Systemen, die deshalb umgehend handeln sollten.
Wer Dell-Kunde ist, sollte gleich überprüfen, ob dort wirklich eine Neuvergabe des Passworts verlangt wird. Haben Sie das bisherige Dell-Passwort für weitere Dienste (E-Mail-Account, Online-Händler, Online-Banking etc.) eingesetzt, ändern Sie dieses umgehend auf allen relevanten Webseiten.

Quelle: computerwissen.de

 

Aufgepasst an öffentlichen Smartphone-Ladestationen
Öffentlich zugängliche USB-Stecker sollen leeren Smartphone-Akkus neue Energie spenden. Doch die Nutzung ist nicht ohne Risiken. Hackern sei es bereits gelungen, über manipulierte USB-Stecker und -Netzteile Daten aus Mobilgeräten zu ziehen oder schädliche Software auf ihnen zu installieren, erklärt der Branchenverband Bitkom. Abhilfe kann ein USB-Kabel oder Zwischenstecker schaffen, der nur Strom, aber keine Daten durchleitet.

Neuere Smartphones fragen beim Anschluss an einen USB-Port ab, ob neben dem Strom auch Daten über den Anschluss übertragen werden sollen. Im Zweifelsfall wählen Nutzer hier nur den Ladestrom aus. Der sicherste Weg ist das eigene Ladegerät an einer normalen Steckdose. Mehr als jeder dritte Smartphone-Nutzer (35 Prozent) wurde laut einer repräsentativen Bitkom-Umfrage in den vergangenen zwölf Monaten Opfer von bösartiger Software. Befragt wurden mehr als 1000 Internetnutzer ab 16 Jahren in Telefoninterviews.

Quelle: com-magazin