Aus ATV-Newsletter 156

DUAL-BAND DVB-T-TRANSMITTER

Als Jim, KH6HTV, vor kurzem ankündigte, dass Colin, WA2YUN, und er einen neuen, verbesserten und preiswerteren Leistungsverstärker für das 23-cm-Band entwickelt hatten, beschlossen Doshia und George Kretke, KB0NAS & N0RUX, dass es an der Zeit war, ihr DVB-T-System aufzurüsten, um es auch für das 23-cm-Band zu nutzen. Also bestellten sie bei Jim ein neues PA-Modell 23-12A. Sie verlangten, dass er mit ihrem 70-cm-Verstärker kompatibel sein und einfach hin- und hergeschaltet werden sollte, indem man den Kanal am Hi-Des-Modulator umschaltet und die Stromversorgung des entsprechenden Verstärkers einschaltet.

Nun, die erste Komplikation ergab sich beim Versuch, mit ihrem alten HV-100-Modulator aus dem Jahr 2014 zu arbeiten. Er war so alt, dass er nicht für die Aufnahme einer benutzerdefinierten TV-Kanaltabelle ausgelegt war. Um Frequenzen umzuschalten, musste man zunächst einen Windows-PC über den USB-Anschluss anschließen und die einzige Betriebsfrequenz umprogrammieren. Doshia und George hatten das Gerät in der Regel immer auf 441 MHz betrieben und selten versucht, die Frequenz zu wechseln. Versuche, eine neuere HV-100-Firmware zu installieren, blieben erfolglos. Also beschlossen Doshia & George, in den sauren Apfel zu beißen und baten darum, einen neueren Modulator für sie zu besorgen. Ihr neuer Sender verwendet nun einen Modulator des Modells HV-320B von Hi-Des.

Der Schlüssel zur Interoperabilität auf zwei Bändern mit einem Modulator und zwei Verstärkern liegt darin, die HF-Eingangsleistung beim Bandwechsel sorgfältig auszugleichen. Wir wollen die interne Einstellung des Abschwächers im HV-320 nicht ständig ändern müssen. Er muss einmal eingestellt werden und dort verbleiben. Um beide Verstärker mit einem Treibersignal zu versorgen, ohne Kabel verlegen zu müssen, haben wir einen SMA-3-dB-Power-Divider an den Ausgang des Modulators angeschlossen. Wir verwendeten das Modell ZESC-2-11 von Mini-Circuits, das für einen Arbeitsbereich von 10 MHz bis 2 GHz ausgelegt ist. Die HF-Ausgangsleistung des HV-320B ist bei 23 cm nicht dieselbe wie bei 70 cm (+8 dBm vs. +10 dBm). Auch die Verstärkung der beiden PAs ist nicht die gleiche. Beim 70-7B beträgt sie in der Regel etwa 53-57 dB. Für den 23-12A liegt die Verstärkung in der Größenordnung von 45 bis 50 dB (je nach Seriennummer).

Dual-Band-Anlage
Dual-Band-Anlage

Der Modulator, der 3-dB-Teiler und die beiden Verstärker wurden wie auf dem Foto gezeigt miteinander verkabelt. Das interne Dämpfungsglied des HV-320B wurde dann so eingestellt, dass der 23-cm-Verstärker mit dem richtigen Pegel angesteuert werden konnte, bis das Spektrum an der Schulter -30 dB erreichte . Dies geschah bei ausgeschaltetem 70-cm-Verstärker. Dann wurde der Kanal auf das 70-cm-Band heruntergeschaltet, der 23-cm-Verstärker ausgeschaltet und der 70-cm-Verstärker eingeschaltet. Zu diesem Zeitpunkt wurde der 70-cm-Verstärker stark übersteuert. Es wurden zusätzliche SMA-Dämpfungsglieder am Eingang angebracht, bis die Spektrumsschultern ebenfalls bei -30 dB lagen. Um nun die Notwendigkeit zusätzlicher kostspieliger, externer SMA-Dämpfungsglieder zu vermeiden, wurde ein permanentes Dämpfungsglied mit dem entsprechenden Wert in den 70-cm-Verstärker eingebaut. Bei der ursprünglichen Konstruktion des 70-7B war auf der Leiterplatte Platz für den Einbau eines solchen Dämpfungsglieds vorgesehen. Das kundenspezifische Dämpfungsglied wurde aus 1/4 W, 1206 SMD, 1-%-Chip-Widerständen hergestellt und im 70-7B von Doshia & George ein 10-dB-Dämpfungsglied eingebaut.

So einfach ist das! Jetzt können sie wieder mit ihren lächelnden Gesichtern auf dem ATV-Repeater W0BTV auf die Funkwellen zurückkehren und wieder ihre ATV-Abdeckung für BCARES-Aktivitäten bieten.

73 de Jim, KH6HTV, Boulder, Colorado

PS: warum sollten wir bei -30-dB-Schultern aufhören? Als Funkamateure wollen wir immer die absolut höchstmögliche HF-Leistung ausstrahlen, aber bei -30-dB-Schultern haben wir einen akzeptablen Kompromiss zwischen der Ausgabe eines starken Signals im Kanal und der Minimierung der Verschmutzung des Spektrums in den benachbarten TV-Kanälen. Außerdem würden wir bei der Verwendung von z.B. 64QAM-Modulation die Qualität des DATV-Signals verschlechtern, wenn die Schultern stärker als -30 dB werden.
DVB-T-Übersteuerungseffekte
Übersteuerungseffekte am DVB-T-Signal

Quelle: https://kh6htv.com/newsletter/

Aus ATV-Newsletter 155

Deep Space Station #13

Mario, KD6ILO, hat uns gerade diese Mitteilung geschickt: „Zur Information: Neue Modifikation unserer Antenne für Laserkommunikation aus dem Weltraum. Die Hybridantenne ist in der Lage, sowohl Hochfrequenz- als auch optische Signale zu empfangen.“

NASA-Laser-Parabolspiegel
Deep Space Station #13 am NASA-Standort Goldstone, Kalifornien. Experimentelle Antenne, die mit einem optischen Terminal nachgerüstet wurde. Die 34-Meter-Schüssel hat zusätzlich zu den HF-Signalen der „Psyche“-Raumsonde einen Downlink-Laser verfolgt. Er hat Daten aus 32 Millionen Kilometern Entfernung mit einer Datenrate von 15 Mbit/s heruntergeladen. Der auf dem Foto zu sehende Kasten enthält sieben segmentierte Spiegel, die denen des James Webb-Weltraumteleskops ähneln. Sie bilden ein Teleskop mit 1 Meter Öffnung. Die fokussierte Laserlichtwelle wird dann durch eine optische Glasfaser zu einem kryogenisch gekühlten, halbleitenden Nanodraht-Einzelphotonendetektor übertragen.

Q0-100 ist kein Amateur-Satellit

Auf der letzten Konferenz an der Ostküste wurde mehr über den privaten Sektor gesprochen. Anmerkung: QO-100 wird oft als Satellit bezeichnet. Das ist er aber nicht. QO-100 ist eine gehostete Nutzlast auf einem kommerziellen Kommunikationssatelliten. Das ist wichtig zu verstehen. Intelsat beherbergt Nutzlasten, solange sie bestimmte Anforderungen erfüllen, wie z. B. Gewicht, Platzangebot und – nicht zu vergessen – die Energiequelle (eine eigene) usw. Es gibt keine Möglichkeit, einen eigenständigen Amateur-TV-Satelliten im geostationären Orbit zu betreiben; er ist nur wertvolles Weltraumgelände, ein kostspieliges Unterfangen. Auch hier geht es darum, eine Antwort auf die Frage „Vielleicht können wir Ihr Projekt hosten“ zu finden. Es muss ein sehr robustes Projekt sein.

PA3FBX-Video-Snip
Die Aktivität hier in San Diego mit QO-100 war sehr aktiv, danke an Benno, PA3FBX, in den Niederlanden für die Bereitstellung von sieben (7) Kanälen mit LIVE-Echtzeit-Downlink-Feeds vom 10-GHz-WB-Transponder auf QO-100, und ich schätze den 24/7-Feed (https://batc.org.uk/live/pa3fbx) zu einem unserer Kanäle für die Weiterübertragung in unserem Netzwerk, den unsere STEM-Studenten genießen, und die M0DTS-WB-Quick-Tune-v1_26b-Spektrum-Auslesung.

Der Start eines Amateurfunk-Satelliten-Digital-TV-Transponders in die geostationäre Erdumlaufbahn (GEO) ist kein leichtes Unterfangen. Er ist ein komplexes und kostspieliges Unternehmen mit zahlreichen Herausforderungen. Hier ist eine Aufschlüsselung der Schwierigkeiten:

Technische Herausforderungen
Sponsor der Trägerrakete: Man braucht eine leistungsstarke und zuverlässige Trägerrakete, die in der Lage ist, den Transponder (Gewicht) und den dazugehörigen Treibstoff in eine vorgesehene Höhe von 35.786 km über dem Erdäquator zu bringen. Dies erfordert erhebliche technische Fachkenntnisse und Ressourcen.
Orbitales Manöver: Das Erreichen des GEO ist nicht genug. Man muss die Flugbahn und Geschwindigkeit des Satelliten genau anpassen, um eine kreisförmige Umlaufbahn in der richtigen Höhe und über dem gewünschten Längengrad zu erreichen. Dieser heikle Prozess erfordert komplexe Berechnungen und einen hohen Treibstoffverbrauch.
Stabilisierung der Station
: Sobald sich der Satellit im GEO befindet, ist er nicht wirklich stationär. Geringfügige Gravitationskräfte und der Druck der Sonneneinstrahlung können ihn vom Kurs abbringen. Um seine Position innerhalb der vorgegebenen Toleranzen (in der Regel < 0,1°) zu halten, ist ein kontinuierlicher Schub durch die bordseitigen Antriebssysteme erforderlich, der viel Treibstoff verbraucht und eine sorgfältige Überwachung erfordert.
Transponder-Technologie: Der Transponder selbst muss robust und zuverlässig sein und über Jahre hinweg in der rauen Weltraumumgebung einwandfrei funktionieren. Er muss extremen Temperaturen, Vakuum, Strahlung und Mikrometeoriteneinschlägen standhalten. Außerdem muss das Transponderdesign den internationalen Vorschriften für die Frequenzzuweisung und die Signaleigenschaften entsprechen.


Finanzielle Herausforderungen
Startkosten: Die Startkosten sind beträchtlich und liegen je nach Fahrzeug und Komplexität der Mission zwischen zehn und hunderten von Millionen Dollar.
Satellitenentwicklung:
Der Bau eines hochentwickelten Transponders mit allen erforderlichen Komponenten und Systemen ist teuer und erfordert spezialisierte Ingenieurteams und Materialien.
Bodeninfrastruktur: Man braucht Bodenstationen für die Kommunikation und die Steuerung des Satelliten, was die Gesamtkosten in die Höhe treibt.
Einhaltung gesetzlicher Vorschriften: Die Erlangung von Lizenzen und die Einhaltung internationaler Vorschriften kann ein langwieriger und teurer Prozess sein.

Wettbewerb
Begrenzte Slots: Die GEO-Umlaufbahn ist ein überfüllter Raum mit begrenzten freien Plätzen. Die Erlangung der Rechte an einem bestimmten Längengrad kann schwierig und teuer sein.

Fazit
Die Platzierung eines digitalen TV-Satellitentransponders in der GEO-Umlaufbahn ist ein anspruchsvolles und teures Unterfangen. Es erfordert erhebliches technisches Know-how, finanzielle Mittel und eine sorgfältige Planung. Dank des technischen Fortschritts und der wachsenden Nachfrage nach Satellitenfernsehen in bestimmten Regionen kann es jedoch für Unternehmen, die über die erforderlichen Fähigkeiten und eine entsprechende Marktstrategie verfügen, machbar sein.
*Denken Sie daran, dass dies nur ein allgemeiner Überblick ist. Die spezifische Schwierigkeit hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Größe des Transponders, der verwendeten Trägerrakete, der Zielregion und dem bestehenden Wettbewerb um diesen Geostationären Erd-Orbit-Platz.

Mario Badua Jr., KD6ILO
San Diego DATV Soceity

DH6MAV-QTH
DH6MAV-QTH
Der kürzliche Artikel von Klaus, DH6MAV, über einen neuen „Fernseher mit Durchblick“ fand übersetzt auch einen Weg in den ATV-Newsletter von Jim, KH6HTV, aus Kalifornien…

Quelle: https://kh6htv.com/newsletter/

Aus ATV-Newsletter 154

2,4-GHz-System_KH6HTV

Ich dachte, ich teile mit unseren Lesern meine kostengünstige Methode, um in das 13-cm-Band (2,4 GHz) zu gelangen. Vielleicht kann ich damit andere motivieren, es auch einmal zu versuchen. Der größte Kostenfaktor bei DVB-T ist der Modulator. Wenn wir bereits DVB-T auf 70 cm betreiben, besitzen wir diesen bereits. Die meisten von uns verwenden das Hi-Des-Modell HV-320. Es ist extrem breitbandig und deckt einen Bereich von 100 MHz bis 2,5 GHz ab. Damit deckt es unsere ersten ATV-Bänder 70cm, 33cm, 23cm und 13cm in einer einzigen Box ab. Aber es kostet stolze 400 Dollar.

Sender: Da der HV-320 direkt bis 2,5 GHz arbeitet, ist die Situation für unseren Sender sehr einfach. Wir müssen nur einen HF-Leistungsverstärker als „Nachbrenner“ hinter dem HV-320 hinzufügen. Hier zahlt sich ein wenig Googeln im Internet aus. Ich fand den unten auf dem Foto abgebildeten Leistungsverstärker bei Amazon für günstige $30. Er verwendet zwei MMIC-Chips. Der Treiberverstärker ist ein SBB5089, während die Endstufe ein SZA2044 ist. Die Verstärkung beträgt etwa 40 dB. Bei harter Ansteuerung bis zur Sättigung habe ich 700 mW herausgeholt. Wenn ich ihn mit dem DVB-T-Signal des HV-320 betreibe und den Pegel sorgfältig einstelle, erhalte ich 100 mW (Durchschnitt) (+20 dBm) mit sehr respektablen -33 dB Schulterschwellen. Der Verstärker zieht 260 mA bei +12 Vdc. Der Verstärker ist außerdem so klein, dass er direkt auf die 2,4-GHz-Antenne montiert werden kann, so dass keine Zuleitungsverluste entstehen.

Empfangsgerät: Für DVB-T-Empfänger auf VHF/UHF bis zum 33-cm-Band verwenden viele von uns einige sehr preiswerte (< 50 $) Empfänger, die auf Amazon, E-Bay usw. zu finden sind (Hinweis: nur für 6, 7 oder 8 MHz BW). Oberhalb von 1 GHz ist unsere Auswahl für DVB-T ziemlich begrenzt. Die beste Wahl ist derzeit wahrscheinlich das HiDes-Modell HV-122A für $330. Es ist ein Dual-Diversity-Empfänger, der 170 bis 2700 MHz abdeckt. Hi-Des bietet auch einen preiswerteren Empfänger an, den UT-130, der 100 – 2600 MHz abdeckt und 200 $ kostet. Er ist jedoch ein reiner USB-Empfänger und erfordert einen externen PC. Hi-Des bot zuvor den HV-120A mit einer breiten Frequenzabdeckung bis zum 2,4-GHz-Band an, aber sie haben ihn nicht mehr im Verkauf. Ich persönlich besitze als DVB-T-Empfänger nur den Hi-Des HV-110 und den GT-Media V7 Pro. Beide funktionieren nur bis zum 33-cm-Band. Für den Mikrowellenbetrieb über 1 GHz auf 1,2 GHz, 2,4 GHz und höher benötige ich also je einen Empfangsumsetzer.

Mischer: Der einfache Empfangsumsetzer besteht nur aus einem Mischer und einem lokalen Oszillator, wobei die ZF im Bereich meiner einfachen DVB-T-Empfänger liegt. Das Foto oben zeigt meinen kompletten, preiswerten 2,4-GHz-Abwärtswandler. Der Mischer ist ein Mini-Circuits 25MH. Es handelt sich um einen doppelt symmetrischen Schotty-Dioden-Mischer mit folgenden Spezifikationen: RF/LO 5-2500 MHz, IF 5-1500 MHz, +13 dBm LO-Drive, -7 dB Umwandlungsverlust. Er kostet etwa 55 $ bei Mini-Circuits. Ich habe ihn verwendet, weil ich ihn bereits besaß. Derselbe Mischer ist auf Amazon in einer Leiterplattenversion mit SMA-Anschlüssen als Modell ADE-25 für etwa $15-$20 erhältlich. Ich habe ihn mit dem Amazon-Mixer getestet und die gleiche Leistung erhalten.

LO: Der lokale Oszillator (LO) ist ein Frequenzsynthesizer mit einem Analog-Devices-IC, dem Modell ADF-4351. Er stimmt von 35 MHz bis 4,4 GHz ab. Er ist bei Amazon, E-Bay usw. in verschiedenen Platinen- und Gehäusekonfigurationen erhältlich. Das oben gezeigte Modell ist mit ca. $30 das preiswerteste. Es hat eine Tastatur für die Dateneingabe und ein LC-Display. Der einzige Nachteil ist das Fehlen eines Pufferspeichers. Die gewünschte LO-Frequenz muss bei jedem Einschalten des Geräts neu eingegeben werden. Die HF-Ausgangsleistung des LO beträgt etwa 1 mW (0 dBm). Dies reicht nicht aus, um den Mischer zu betreiben, der +13 dBm (20 mW) benötigt.
Um die LO-Treiberleistung zu erhöhen, habe ich einen kostengünstigen Breitband-MMIC-Verstärker eingebaut. Er ist auf dem Foto mit der Bezeichnung „LO Amp“ abgebildet. Er verwendet das SBB5089 MMIC und macht 20 dB Verstärkung und +20 dBm maximale Ausgangsleistung. Betriebsspannung +5 V bei 90 mA, auch als preiswerte Platine mit SMA-Steckern bei Amazon für ca. $10 erhältlich. Der HF-Ausgang dieses Verstärkers ist mit +20 dBm eigentlich zu hoch für den Mischer, daher wird ein SMA-Dämpfungsglied (6 dB) am Ausgang angebracht, um die LO-Treiberleistung auf die empfohlenen 13-14 dBm zu senken. SMA-Dämpfungsglieder von guter Qualität sind auch bei Amazon für etwa 6 $ pro Stück erhältlich.
Ein Mischer und ein LO sind die minimal erforderlichen Komponenten für einen Abwärtswandler. Die Leistung bei schwachen Signalen kann durch Hinzufügen eines rauscharmen Vorverstärkers vor dem Mischer verbessert werden. Der auf dem Foto abgebildete Vorverstärker ist ein weiteres bei Amazon erhältliches Produkt, das als Platine mit SMA-Anschlüssen erhältlich ist – auch für ungefähr $10. Dieser VV verwendet ein SPF5189 MMIC. Die Verstärkung ist nicht flach, sondern fällt bei hohen Frequenzen dramatisch ab – bei niedrigen Frequenzen beträgt sie etwa 30 dB. Bei 2,4 GHz sind es etwa 10 dB, aber immer noch ausreichend, um die Empfindlichkeit zu verbessern. Ich habe meinen Vorverstärker so modifiziert, dass er einen Hochpassfilter enthält, um die Überlastung durch HF-Signale bei viel niedrigeren Frequenzen zu verringern. Falls gewünscht, ist dieser Vorverstärker auch so klein und leicht, dass er direkt an der Antenne montiert werden kann, um Koax-Zuleitungsverluste zu vermeiden.

ZF: Bei meinem 2,4-GHz-Abwärtsumsetzer beträgt die HF-Eingangsfrequenz 2,393 MHz. Ich habe den LO auf 1,964 GHz eingestellt, was dann einen ZF-Ausgang auf dem 70-cm-Band bei 429 MHz ergab. Ich muss erwähnen, dass der HF-Ausgang des ADF-4351 nicht perfekt sauber ist. Im Bereich von einigen 100 MHz gibt es etwas „Dreck“ mit niedrigem Pegel, der die endgültige Empfindlichkeit des Empfängers mit Abwärtskonverter stört.

ZF-LO-Einstreuung
Dieses Spektrumanalysator-Diagramm zeigt, was aus dem ZF-Anschluss des Mischers als Einstreuung vom LO kommt. Das LO-Störungsrauschen – Sweep 0 bis 1 GHz, die obere Referenzlinie liegt bei -30 dBm (10 dB/div & 100 MHz/div). Der Rauschpegel des Spektrum-Analysators liegt bei etwa -110 dBm. Offensichtlich gibt es einige „Vögelchen“, die es zu vermeiden gilt! Es war also notwendig, den ZF-Ausgang mit einem Spektrumanalysator sorgfältig zu untersuchen, um eine geeignete LO- und ZF-Frequenz zu wählen, um diese „Birdies“ zu vermeiden. Für meinen speziellen ADF-4351 und meine spezielle HF wählte ich daher eine LO-Frequenz von 1964 und eine ZF-Frequenz von 429 MHz.

ZF-Ausgangsspektrum-bei-429MHz
Diese Fotos zeigen den ZF-Ausgang auf dem 70-cm-Band (Mittenfrequenz = 430 MHz, Span = 50 MHz). Die gelbe Kurve ist ein „Live“-Sweep. Die magentafarbene Kurve zeigt den Analysator in der Betriebsart „Peak Hold“. Mir ist aufgefallen, dass die Spikes auf der gelben Kurve ziemlich viel umherwandern. Indem ich den Analysator in den Peak-Hold-Modus versetzte, konnte ich erfassen, wohin sie wanderten und wie stark sie waren. Das Foto auf der linken Seite zeigt die 70-cm-ZF ohne 2,4-GHz-Eingangssignal. Mit dieser Untersuchung konnte ich den ruhigen Bereich, den „Sweet Spot“ finden, den ich als meine eigentliche ZF-Frequenz verwenden wollte. In diesem Fall fand ich Kanal 58 (426-432, 429 MHz Mitte) als ruhig. Die Markierungen 1, 2 und 3 zeigen Kanal 58. Das Foto rechts zeigt nun den ZF-Ausgang mit einem starken DVB-T-Signal auf 2,393 GHz. In diesem Fall wurde es auf +20 dB über dem digitalen Schwellenwert gesetzt.
Wie gut hat dieser Abwärtswandler also funktioniert? Ich habe meinen HV-320 als Testquelle mit den aggressivsten digitalen Parametern (6 MHz BW, QPSK, 1/2 FEC, 1/16 guard, H.264, 720p, 3,2 Mbps) eingerichtet. Ein guter Empfänger arbeitet mit diesen Parametern bis zu einem digitalen Schwellenwert des Signal-Rausch-Verhältnisses von nur 5 dB. Mit meinem HV-110 als kalibriertem Empfänger fand ich einen digitalen Schwellenwert von – 85 dBm, wenn ich nur den Mischer verwendete. Durch Hinzufügen des 10dB-Vorverstärkers sank die Schwelle auf -94 dBm.

Yagi-Antenne: Auch hier ist Amazon die Rettung. Ich habe zwar eine wirklich GROSSE Grillantenne für 2,4 GHz, aber sie ist groß, sperrig und unhandlich zu manövrieren und auszurichten. Eine kleinere, leichte Yagi wäre auch nicht schlecht. Was ich bei Amazon gefunden habe, funktioniert perfekt. Außerdem hat sie nur 35 Dollar gekostet. Es ist eine sehr robuste Yagi, die von der chinesischen Firma Tupavco hergestellt wird. Es ist das Modell TY-24-117-20, spezifiziert für den Betrieb über 2,4 – 2,483 GHz mit < 1,5:1 vswr. Verstärkung = +17 dBi. 18 dB F/B, 25° Abstrahlwinkel, 100 Watt max., 35″ Boom, rückseitige Montage mit Typ-N-Anschlusskabel.

BONUS – 23 cm (1.2 GHz) Rig – Überraschung! Sie können dieses System auch auf dem 23-cm-Band verwenden ohne Änderungen, außer dass man die LO-Frequenz ändert. Die Leistung ist im Wesentlichen identisch.

Sender: Der HF-Verstärker funktioniert auch gut auf dem 70-cm- und 23-cm-Band, zusätzlich zum 13-cm-Band. Auf 1,2 GHz hatte er eine etwas höhere Verstärkung. Die maximale gesättigte Ausgangsleistung betrug 500 mW. Im DVB-T-Betrieb erhielt ich +19 dBm (Durchschnitt). Bei 430 MHz lag die maximale gesättigte Ausgangsleistung bei 400 mW und für DVB-T erhielt ich +16 dBm. — Ein solcher Bonus für nur $30!

Empfänger: Für meine gewünschte HF-Frequenz von 1243 MHz war der „Sweet Spot“ der ZF, den ich frei von „Birdies“ fand, TV-Kanal 9 (189 MHz). Die gewählte LO-Frequenz war also 1054 MHz. Dabei stellte ich fest, dass die Empfängerempfindlichkeit -86 dBm für den Mischer allein oder -96 dBm mit der Kombination aus Vorverstärker und Mischer betrug. Man beachte, dass der Vorverstärker SPF5189 bei 1,2 GHz mehr Verstärkung (15 dB) hat.

Nun, ich hoffe, dass ich einige von euch ATV-Freunden da draußen dazu ermutigt habe, sich ein wenig auf höhere Frequenzen als nur auf das 70-cm-Band zu wagen. Mit Amazons Hilfe kann man mit nur ein paar Dollar Investition in den Mikrowellenbereich aufsteigen.

Jim, KH6HTV, Boulder, Colorado

Quelle: https://kh6htv.com/newsletter/

Kurzinfos 2-24 (update)

Radio- und Fernsehübertragungen, mobile Kommunikation und andere Elemente der so genannten drahtlosen Revolution haben ihre Wurzeln im Amateurfunk, so ein kürzlich erschienener Artikel im IEEE Communications Magazine, IEEE Xplore. In dem Artikel, der in Band 61, Ausgabe 11, erschienen ist, wird der Erfindungsreichtum des Amateurfunks gewürdigt, der in den ersten Amateurfunkclubs auf dem Campus der Universitäten im frühen zwanzigsten Jahrhundert entstanden ist. Er hebt den Wireless Telegraph Club auf dem Campus der Columbia University in New York City hervor und verweist auf die Experimentierfreudigkeit der studentischen Mitglieder in Sachen Funk – und er hebt ein Clubmitglied hervor, Edwin Howard Armstrong, der als Vater des UKW-Radios gilt. Zur gleichen Zeit, als die Amateurfunkclubs an anderen US-Colleges aus dem Boden schossen, entstanden auch in Australien, Großbritannien und anderswo auf der Welt Verbände für Funkbegeisterte. Der Artikel zeichnet nach, wie das Aufkommen des UKW-Funks zur Entwicklung von Mobiltelefonen führte und wie die unerschöpfliche Neugier der Amateure auch heute noch die treibende Kraft hinter immer innovativeren Kommunikationsmöglichkeiten ist.
Der Artikel wurde von Theodore Rappaport, N9NB, vom Wireless Research Center der New York University geschrieben. Er ist der zweite in einer Reihe von drei Artikeln, die vom IEEE veröffentlicht werden. Der erste Artikel zu diesem Thema wurde im Oktober 2022 in Band 60, Ausgabe 10 veröffentlicht.

Andy Morrison, K9AWM
AR-Newsline

Eine Spende von 14 mobilen Funkgeräten und einfachen Entwürfen für selbstgebaute Antennen hat den weiten Weg von Albuquerque, New Mexico, zu einer humanitären Organisation zurückgelegt, die vertriebenen Familien in der Ukraine soziale Unterstützung und medizinische Versorgung bietet. Die Funkgeräte und die Pläne für den Antennenbau sind ein Projekt des Bosque Amateur Radio Club, N5BRC. Als Joseph Nichols, der Gründer von Care4Ukraine.org, seinen Bruder Art Nichols, KI5GOL, fragte, ob die Funkamateure den Freiwilligen bei der Kommunikation helfen könnten, während sie sich um die Unterbringung, Ausbildung und sozialen Belange der Familien kümmern, beschloss Art, den Club um Ideen zu bitten. Bill Kent, N5UJC, Larry Elkin, NY5L, Terry Zipes, W4RCN, und Clubpräsident Jerry Aceto, K6LIE, haben seitdem BARCnetUA, das Programm, mit dem die Funkamateure Hilfe leisten, ins Leben gerufen.
Die Clubmitglieder haben 700 Dollar gespendet, mit denen die 14 Handfunkgeräte bezahlt wurden. Art erzählte dem Albuquerque Journal, dass das Freiwilligenteam der Organisation mit Hilfe der einfachen Pläne des Clubs 65 Antennen bauen und benutzen konnte. Joseph Nichols, ein ehemaliger Ingenieur für biomedizinische Geräte, der jetzt in der Ukraine lebt, schreibt auf der GoFundMe-Seite von Care4Ukraine, dass die Spenden der Funkamateure die Installation kleiner Mikronetzwerke mit solarbetriebenen Funkgeräten ermöglicht haben, die von Freiwilligen in ländlichen Gebieten für nicht-militärische Notfälle genutzt werden. Er sagte, dass die Ausrüstung auch mit anderen freiwilligen Hilfsgruppen kostenlos geteilt wird.

Ralph Squillace, KK6ITB
AR-Newsline


EBU launcht Gratis-Sport-Plattform „Eurovision Sport“
Die EBU hat heute (5.2.24) eine bahnbrechende digitale Streaming-Plattform ins Leben gerufen und unterstreicht damit ihr Engagement, den kostenlosen öffentlichen Zugang zu Sportinhalten in ganz Europa zu verbessern.
„Eurovision Sport“ ist der erste Direct-to-Consumer-Service der EBU und markiert einen Wendepunkt in der Live-Übertragung von Sportübertragungen. Tausende von Stunden an Inhalten sollen an einem einzigen digitalen Ort gestreamt werden – ergänzend zu den bestehenden Berichten der öffentlich-rechtlichen Medien.
Eurovision Sport wird mit dem Netzwerk der Mitglieder des öffentlichen Dienstes der EBU zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Zuschauer eine Berichterstattung über eine Vielzahl olympischer Sportarten genießen können, von Leichtathletik über Turnen bis hin zu Skifahren, Schwimmen und vielen mehr. Es wird Veranstaltungen von Welt- bis Europameisterschaften, Multisportveranstaltungen und nationalen Meisterschaften bieten und der erste Sport-Streaming-Dienst sein, der eine echte Gleichstellung der Geschlechter in allen seinen Live-Sportinhalten bietet.
www.eurovisionsports.tv

Quelle: SatelliFax


QO-100 ist 5 Jahre im Orbit
Der erste geostationäre Amateurfunk-Doppeltransponder Qatar-OSCAR 100 feiert sein fünftes Jubiläum: Am 14. Februar 2019 gab die Qatar Amateur Radio Society (QARS) die beiden Amateurfunk-Transponder auf „Es’hail-2“ zum offiziellen Betrieb durch die Funkamateure frei.
Der Amateurfunk- und Fernsehsatellit Es’hail-2 wurde von der Mitsubishi Electric Corporation (MELCO) in Japan gefertigt. Der Amateurfunkteil entstand in einer Kooperation der Es’hailSat Qatar Satellite Company, der katarischen Amateurfunkvereinigung Qatar Amateur Radio Society (QARS) und der deutschen AMSAT-DL e.V. Der Start erfolgte am 15. November 2018 auf einer SpaceX Falcon 9 Trägerrakete – seitdem erfreuen sich die Transponder einer stetig wachsenden Nutzerzahl.

darc.de


WRC-23 aus TV-Sicht

In CQ DL 3-2024 wird ausführlich über die WRC-23 (20.11. bis 15.12.2023) berichtet aus Sicht und für die Interessenlage des Amateurfunks. Um die kommerzielle Nutzung des immer knappen Gutes Frequenz berieten und stritten sich jedoch in Summe 4000 Delegierte. Für Fernsehamateure, die immer auch einen Blick auf die kommerziellen Fernsehsender werfen, dürfte in Zeiten zunehmender Streaming-Dienste und der in Rede stehenden Transformation von DVB-T2 nach 5G-TV von Interesse sein, ob und wie sich die Weiterentwicklung der Betriebsart Fernsehen als Broadcast abzeichnet.

Am 19. Februar 2024 berichtete im “Tech-Talk” der FKTG (Gesellschaft für Elektronische Medien) und der bmt (Bayerische Medien Technik), Jochen Mezger, ARD, über Verlauf, Ergebnisse und Folgen der WRC-23 speziell aus Sicht des kommerziellen Fernsehens. Im Mittelpunkt steht wie immer die weitere Verwendung des UHF-Bereiches, denn hier wurden als “Digitale Dividende” schon zweimal Bereiche entnommen. Der Frequenzhunger der Mobilfunkdienste ist enorm und länderspezifisch unterschiedlich. Letzten Endes müssen sich in Tag- und oft auch Nachtsitzungen alle Länder einigen. Am Ende wurde ein Staatsvertrag unterzeichnet. Der Sitzungsteilnehmer, gleichzeitig Berichterstatter, betonte, dass die WRC das internationale Zusammenspiel regelt. Sofern aber keine Nachbarn betroffen sind – was in großen Staaten leicht der Fall sein kann – können innerstaatlich eigene Regeln gelten.

Berichtet wird auch von neuen Anwendungen auf Basis LEO- und MEO-Satellitendiensten oder fliegenden Basisstationen. Man rechnet mit bis zu einer Million niedrig fliegender Satelliten. Neue Konstellationen bzw. Anwendungen ergeben sich im Hinblick auf Naturkatastrophen bzw. Klimaschutz. Es klingt fast wie ein Bonmot: Die Funkwelt unterteilt die Erde bekanntlich in drei Regionen; nächstens kommt die Region 4 hinzu: der Mond.

Der 40-minütige Bericht, in Chats abgefasst und kommentiert, kann abgerufen werden unter dem YouTube-Link https://www.youtube.com/watch?v=Jy8Uir8nVhU

Leider ist die anschließende Diskussion nicht mit aufgezeichnet. Es war zu erfahren, dass die Bezeichnung 5G-TV/5G-Broadcast zu Missinterpretationen geführt habe, nämlich dass Fernsehen von manchen Ländern verdächtigt wurde, in die Nähe des Mobilfunks gerückt zu werden. Um dem zu entgehen, soll 5G-TV nächstens als “System L” bezeichnet werden. Anmerkung vom hier berichtenden DH6MAV: 5G-TV ist kompatibel zum 5G-Mobilfunkstandard, die Programmveranstalter sind aber nicht die Mobilfunkprovider. Gleichwohl lassen sich leicht “technische Brücken” herstellen, sei es für Werbung oder Nutzungsmessungen.

Autor: Klaus Welter, DH6MAV

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ISS-PR-Digipeater aktiv, CubeSats vor dem Start

Seit dem 15. Februar ist der Digipeater für Packet Radio an Bord der ISS auf 145,825 MHz wieder in Betrieb. Mit dem Start von zwei neuen Amateurfunk-Satelliten soll im März darüber hinaus ein zusätzlicher Digipeater zur Verfügung stehen: SONATE-2 aus Deutschland und CROCUBE aus Kroatien. Beide Satelliten sind für Ausbildungszwecke bestimmt.
SONATE-2 von der Universität Würzburg verfügt neben dem Digipeater über eine CW-Bake und einen SSTV-Sender: SSTV downlink: Regular downlink of images captured by the on-board cameras, Frequency: 145.880 MHz, Modulation: Martin M1 SSTV FM (F3F).

CROCUBE [6] hat eine ähnliche Konfiguration, wird jedoch einen experimentellen SSDV-Downlink verwenden und die Möglichkeit haben, Jubiläums- und Sondermeldungen über AX.25 und CW zu senden. Darüber berichtet die Ham Radio Newsline mit Verweis auf ARISS, AMATEUR RADIO DAILY und die AMSAT.

darc.de

Neu: Fernseher mit Durchblick

Signature OLED T, Bild LG
Der „Signature OLED T“ von LG gestattet dreierlei: einen transparenten Durchblick, eine „ausstanzende“ Ansicht (wie hier im Bild) oder ein regulär deckendes Fernsehbild. (Foto: LG)

Vor rund drei Jahren hatte ich das erste Mal von einer „Glasscheibe“ berichtet; einer Scheibe nicht nur zum Hindurchschauen, sondern auch als Video-Display geeignet. Die Idee war tatsächlich der Doppelnutzen, ausgehend von einer Fensterscheibe, oder vorsichtiger ausgedrückt, einer Scheibe in einem Fensterrahmen. So sollte es möglich sein, tagsüber in die Ferne zu sehen und abends fernzusehen. Okay, damals war alles noch im Laborstadium.

In der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift „connect professional“ (die frühere „Funkschau“) überraschte jetzt die dazu passende Meldung. Berichtet wird von der CES 2024 und der Präsentation eines „Fernsehers zum Durchsehen“, so der Originaltitel. Das Modell trägt den Namen „Signature OLED T“ und sei in 77-Zoll-Größe ausgeführt. Das entspricht knapp zwei Meter in der Diagonale. Wer nun gleich die deutsche Homepage des Herstellers LG aufsucht, um Näheres zu erfahren: Fehlanzeige. Eine Aussage, wann die Innovation in Deutschland verfügbar sein wird, ist offengehalten. Die Präsentation auf der CES in Las Vegas lässt annehmen, dass außer dem südkoreanischen Heimatmarkt im ersten Schritt der große amerikanische Markt versorgt werden könnte. Weitere Hinweise beziehen sich ausschließlich auf die Verwendung innerhalb der Wohnumgebung; also nicht gleich als Fensterscheibe, wie oben spekuliert.

Mit diversen Werbebildern speziell auf Nordamerikaner zielend – sie bewohnen eher großzügige Zimmer – stellt LG seine Innovation, den Durchblick-Fernseher, vor. Er ist in einem luftigen Regal integriert, dieses zwar verschieden aufgestellt, aber immer mit der Funktion eines Raumteilers. Eine zweifellos nette, innenarchitektonische Lösung. So hat der Wohnungsinhaber nicht ganztags eine dunkle Wand mitten im Zimmer. In der Zeit, wenn kein TV-Programm geschaut wird, können z. B. Kunstbilder, Videos oder Fotos, diese dann sogar halbtransparent, eingespielt werden. Oder am unteren Rand der „digitalen Leinwand“ werden Nachrichten, Wetter oder Infos zur gerade laufenden Musik eingeblendet.

CES 2024 Auszeichnungen
Die Consumer Electronics Show (CES) fand vom 9. bis 12 Januar 2024 statt. LG erhielt für den hier besprochenen Fernseher zwei Ehrungen.

Die Auflösung ist UHD (4K) mit bis zu 120 Bilder pro Sekunde. Als einzige Leitung ist nur das Stromnetzkabel nötig. LG nennt diese proprietäre Funklösung Zero-Connect-Technologie. Die nötige Anschlussbox mit Tuner, HDMI, WLAN-Sender etc. steht abseits im Raum. Wer im Internet recherchiert, stolpert über den Hinweis eines nicht so kräftigen Kontrastes. LG gibt zwar an, den Kontrast auf Knopfdruck erhöhen zu können. Dies reduziert spekulativ sicherlich andere Messwerte. Sei es drum. Ins Shack wird der transparente TV eher selten Einzug halten. Aber als ATV-Enthusiast will man ja wissen, was in der Fernsehszene los ist, daher unser Bericht. Und wer weiß, ob nicht bei jemandem unter uns doch im Wohnzimmer das Gerät zu stehen kommt und das nächste ATV-Relais einen Programmplatz erhält. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Notiert von Klaus Welter, DH6MAV, Hofstetten-Hagenheim

Aus ATV-Newsletter 153

ATV in QST – vor fast 100 Jahren!

Skip, K1NKR, hat uns gerade diesen Fund aus alten QSTs geschickt. „Hallo Jim. Ich genieße immer noch Deine Rundbriefe. Du leistest einen großen Dienst für die Gemeinschaft.
Eines der Dinge, die ich in letzter Zeit in Angriff genommen habe, ist das Sammeln einer Geschichte der Kongresse, die von der ARRL New England Division abgehalten wurden. In diesem Jahr feiern wir unser hundertjähriges Bestehen. Nicht 100 Kongresse, sondern 100 Jahre Kongresse. Wir sind auf einer großen Expansionskampagne, wenn man bedenkt, dass wir die einzige große (Amateurfunk-)Versammlung östlich von Dayton und nördlich von Washington/DC sind.
https://hamxposition.org/

Ich habe vor meinem örtlichen Club und auf der letztjährigen Konferenz einen sehr grundlegenden Vortrag über unsere Bildmodi gehalten. Bei der Vorbereitung darauf wurde mir klar, wie früh das Interesse am „Fernsehen“ in der Amateurgemeinschaft geweckt wurde. Beachte den beigefügten QST-Leitartikel vom Mai 1930.“

Skip Youngberg, K1NKR, Malborough, MA

Mai 1930, QST-EDITORIAL

„Interessiert sich jemand für die Faksimile-Übertragung durch Funkamateure? Sie ist in unseren Bändern 1715-2000 kHz und 56 MHz zugelassen, aber wir haben noch nie von Amateuren gehört, die damit experimentiert haben. Wenn ein preiswerter Apparat entwickelt werden könnte, würde er unserer Meinung nach die Möglichkeit für eine neue Form der Amateurkommunikation bieten: das Zeichnen von Bildern beim Gegenüber. Wir haben uns überlegt, dass man Zylinder, Zahnräder und fotoelektrische Zellen mit einem Amateurgerät umgehen könnte, das breites, aufgerolltes Rechenmaschinenband verwendet und in kurzen Strichen über das Band scannt. Nehmen Sie Ihren Füllfederhalter, schreiben Sie Ihre Nachricht mit Karbontinte, stecken Sie das Ende des Bandes in Ihren Sender und beobachten Sie, wie es losbrummt. Viele Gespräche unter Amateuren drehen sich um die Aufnahme von Haustieren oder um Kleinigkeiten in einer Schaltung. Was liegt da näher als die Fähigkeit, die Schaltung zu zeichnen, möglicherweise mit einem großen Pfeil, der zu dem besprochenen Teil führt, und entsprechenden Randbemerkungen über die relative Abwesenheit von Intelligenz in der eigenen Korrespondenz?

Eines der größten Probleme bei der Fernseh- und Bildübertragung ist die Synchronisation. Wird sie dem Zufall überlassen, ist das Ergebnis hoffnungslos. Die wenigen Methoden, die für die Synchronisation über Funk entwickelt wurden, sind sowohl kompliziert als auch teuer, so dass sie eine Beteiligung von Amateuren praktisch ausschließen. Wir haben einen Gedanken, den wir dazu vorbringen wollen. Wenn der 60-Herz-Saft überall gleich wäre, gäbe es das Problem nicht. Synchronmotoren würden die Synchronisation sicherstellen. Warum haben wir keine nationale Norm für „60 Hz“? Unserer Meinung nach ist dies eine Aufgabe für das Bureau of Standards. Sie haben die nationalen Normen für Gewicht und Maße, von denen alle unsere Arbeitsnormen abgeleitet sind. Dieser 60-Hz-Standard ist etwas anders. Er existiert nur, wenn er schwingt. Er gehört in die Klasse der Standardfrequenzsignale. Es sollte ein Normalfrequenzsignal sein. Da haben wir es!

Warum sollte die Regierung nicht eine oder mehrere Radiostationen einrichten, die kontinuierlich laufen und deren Ausgänge mit dem nationalen Standard für 60 Hz moduliert werden, um als Standard nicht nur für die Periodizität, sondern auch für die Phase zu dienen? Diese HF-Signale könnten überall empfangen werden, und alle Energieversorgungsunternehmen könnten sie zur Steuerung ihrer Leistung verwenden. Auf diese Weise wären alle 60-Hz-Ausgänge im Lande synchron und phasengleich, die Zeitmessung würde automatisch erfolgen, und die Synchronisierung würde als Problem bei der Fernseh- und Bildübertragung verschwinden.

K.B.W.“

TV-Zeitleiste

1925 – QST berichtet über TV-Experimente mit mechanischer Abtastung
1926 – John Blair in Schottland demonstriert das erste funktionierende Fernsehgerät mit mechanischer Abtastung.
1927 – Philo Farnsworth erhält das erste Patent für ein rein elektronisches TV-System mit Abtastung
1929 – Erste Fernsehsendung der BBC in London
1939 – Erste Live-TV-Übertragung in den USA durch NBS in New York City
1940 – Erstes Amateurfunkfernsehen-Zweiwege-QSO in New York City zwischen W2USA und W2DKJ, Duplex auf 56 und 112 MHz.
1941 – Die FCC gibt den NTSC-Fernseh-Standard heraus. Der Standard wird in Stein gemeißelt und bleibt über 60 Jahre lang bestehen.
1941-45 – Zweiter Weltkrieg, die TV-Entwicklung ruht.
1946-50 – Großer Aufbau von Fernsehsendern in allen größeren (US-)Ballungsräumen.
1948 – Funkamateure in der Bucht von San Francisco senden NTSC-TV auf dem 70-cm-Band.
1950 – Ed Tilton berichtet in der Juni-Ausgabe der QST über große Amateurfernseh-Aktivitäten in den USA, Großbritannien und Holland.
1953 – Farbfernsehen wird eingeführt, kompatibel mit Schwarzweißfernsehen – die einzige größere Änderung gegenüber S/W-NTSC.
1957 – Cop McDonald, VY2CM, entwickelt Slow-Scan-TV für den Einsatz auf Kurzwelle.
1968 – Japan beginnt mit der Entwicklung von analogem HDTV.
1986 – USA und Europa lehnen Japans Vorschlag für ihr analoges HDTV-System ab.
1987 – Die FCC gründet das ATSC zur Entwicklung des digitalen Fernsehens.
1991 – Beginn der DVB-Entwicklung in Europa.
1991-92 – FCC führt Feldversuche für konkurrierende digitale und analoge HDTV-Systeme durch.
1993 – Verabschiedung des MPEG-2-Videokodierungsstandards.
1993 – Europa wählt DVB als sein Digital-TV-System (und entwickelt DVB-T-errestrisch).
1996 – Die FCC wählt das 8-VSB-System von ATSC für die Ausstrahlung von (terrestrischem) DTV in den USA mit einer 10-jährigen Übergangszeit von analog zu digital.
1999 – „Sinclair Broadcasting“ stellt die Bevorzugung von 8-VSB gegenüber DVB-T in Frage. Feldtests zeigen die Überlegenheit von DVB-T beim Empfang in Innenräumen mit einfachen Antennen. Die FCC lehnt die Petition ab.
2009 – Die USA stellen (terrestrisch) vollständig vom analogen Fernsehen auf Digital-TV (8-VSB) um.

Jim Andrews, KH6HTV, Boulder, Colorado

Quelle: https://kh6htv.com/newsletter/

Passender Linktipp:
Warum sind Fernseher so billig?
https://www.youtube.com/watch?v=-nkwWTqoYiA

Aus ATV-Newsletter 152

Hi-Des HV-110 Receiver Computersteuerung

Ich befinde mich noch in der Testphase für den Umbau eines der lokalen Repeater. Ich war auf der Suche nach einem Empfänger, den ich irgendwo aufstellen und fernsteuern kann. Ich wollte den Hi-Des HV-110-Empfänger verwenden, musste aber einen Weg finden, ihn fernzusteuern (der ja bekanntlich nur über eine IR-Fernbedienung gesteuert wird). Calvin von Hi-Des sagt zwar, dass er über die Onboard-Pins irgendwie steuerbar ist, aber er ist nicht ins Detail gegangen, und ich wollte keine Möglichkeit dafür entwickeln. Ich verwende einen MicroPC mit Win11 (mehr dazu später), der zur Steuerung mit dem Internet verbunden ist.

Mit einer Software namens „IRCommand2“ konnte ich eine Benutzeroberfläche für die Hi-Des-Fernbedienung erstellen. Die Lite-Lizenz für 10 $ war alles, was ich brauchte, um das zu tun, was ich brauchte, und nicht die teurere Volllizenz. Ich hatte gehofft, einen der vielen alten MCE-IR-Dongles verwenden zu können, die ich noch aus meiner Zeit mit dem Microsoft Media Player herumliegen hatte. Die Software hat einen speziellen Treiber für diese Dongles. JEDOCH, das geht nicht. Der Autor der Software hat mir sofort geantwortet, nachdem ich ihn über die Kontaktadresse auf der Webseite angeschrieben hatte. Es stellte sich heraus, dass Microsoft gerade die MCE-Treiber in einem der letzten Win 11-Updates beschädigt hat, und da sie den Media Player vor einer Weile aufgegeben haben, sind sie nicht daran interessiert, ihn zu reparieren. Mit Win 10 würde aber alles noch funktionieren. Er schlug vor, dass ich ein USB-UIRT-Modul kaufe, das er immer noch für seine Software-Updates verwendet. Ich habe es bestellt und es funktioniert einwandfrei.

Ich habe dann den HDMI-Ausgang des HV-110 durch einen HDMI-Splitter geleitet, um sowohl den lokalen Monitor als auch den MicroPC über einen USB-Dongle zu versorgen. Der schwierigste Teil war das Erfassen der tatsächlichen IR-Signale und die Einrichtung der Benutzeroberfläche-Tasten. Die Fernbedienung verwendet das NEC1-IR-Protokoll, aber die Software will RAW-IR-Daten. Also habe ich die NEC-Codes erfasst und in RAW konvertiert und dann meine Tasten manuell bearbeitet. Mit diesem Setup kann ich alle Funktionen des Hi-Des HV-110 fernsteuern und ändern, ihn ein- und ausschalten und sogar seine Firmware aktualisieren, wenn ich mutig genug bin :). Ach ja, ich streame auch die HV-110-Ausgabe vom MicroPC mit VDO-Ninja, so dass ich das Video überwachen kann, ohne mich überhaupt am MicroPC einzuwählen. Als nächstes werde ich versuchen, dies mit einem Raspberry Pi zu replizieren und meinen MicroPC nicht zu blockieren. Aber für den Moment wird das reichen. Ich fühle mich mit Windows sowieso wohler. Ich hoffe, dass sich dies für jemanden als nützlich erweisen wird, falls er seine HV-110-Empfänger fernsteuern möchte. Es hat mich einige Wochen Kopfzerbrechen gekostet, bis das ganze IR-Zeug richtig funktionierte.

John Kozak, K0ZAK, Reisterstown, Maryland

antenna 70cm_23cm WB11
Neues Antennenmodell 70cm/23cm WB11

Colin, WA2YUN, hatte die Antenne beim Surfen im Internet gefunden. Er kaufte eine zum Testen und ließ sie uns freundlicherweise prüfen. Fazit: Eine ausgezeichnete Antenne, sehr robuste Konstruktion. Sehr gut dokumentiert mit sehr detaillierten Spezifikationen auf ihrer Website:
https://antennas-amplifiers.com/dualband-70cm-23cm-antenna-two-connectors-70cm23wb11/
Außerdem sind die Angaben recht genau. Wir haben festgestellt, dass sie die Spezifikationen für den Gewinn erfüllt. Es werden 8,1 dBi für das 70-cm-Band und 11,4 dBi für das 23-cm-Band angegeben. Wir haben u.a. gemessen: 435 MHz = 7,2 dBi, 1255 MHz = 11,8 dBi, 1291 MHz = 11,0 dBi.
Wir sind der Meinung, dass dies eine ausgezeichnete Antenne für jeden Funkamateur ist, der eine Yagi für beide Bänder mit zwei Anschlüssen sucht. Sie wäre ideal für Notfunk-Gruppen als Ergänzung zu ihren ATV-Paketen für den mobilen Einsatz im Feld. Außerdem ist diese Antenne definitiv nicht für den Geldbeutel schädlich. Ihr Preis beträgt 139 € (Euro).

Jim Andrews, KH6HTV, Boulder, Colorado

Quelle: https://kh6htv.com/newsletter/

Kurzinfos 1-24 (update)

Afu-Atlantik-Brücke

Frank Zeppenfeldt, PDØAP, ESA-Angehöriger, berichtete gegenüber der AMSAT-UK auf einem kürzlich gehaltenen Kolloquium von der Möglichkeit der Platzierung eines Transponders auf einem geostationären Satelliten über dem Atlantik, um so die USA und Kanada von Europa aus erreichen zu können. Unser QO-100 soll dafür Vorbild sein. Amateurfunk-Nutzlast auf Satelliten diene sowohl dem Funkbetrieb als auch der Ausbildung. Am technischen Konzept würden AMSAT-USA und AMSAT-CA beteiligt, wie die maßgebenden VE4SW, Präsident, und VA7QF, Techn. Direktor, bestätigten und sie dazu Initiativen auf der für 2024 avisierten „World Satellite Business Week“ ergreifen wollten.
Wie verlautet, will die European Space Agency (ESA) die Voruntersuchungen mit 250 000 Euro unterstützen! Im Gespräch ist bisher ein Uplink bei 5,6 GHz, der Downlink auf 10 GHz.
Graham-G3VZV
Die Präsentation von PDØAP mit zahlreichen Charts kann hier betrachtet werden (AMSAT-UK, im Bild Graham Shirville, G3VZV, auf YouTube,15 Min. engl.):
https://www.youtube.com/watch?v=_FTvlEyDa1Y
Vy 73, Klaus, dh6mav

Info-Quelle: US-amerikanischer Newsletter für ATV-Freunde, Ausgabe 151


DW-deutsch-online

Auf Satellit und online wurde DW Deutsch abgeschaltet, DW Englisch in HD ist weiterhin FTA verfügbar: Astra 19Ost, 11778 MHz vert., SR 29500.


Ungewöhnliche ARISS-Schülerbeteiligung

Wie so viele andere der Hunderte von Kontakten, die im Laufe der Jahre zwischen Schülern und ISS-Astronauten hergestellt wurden, stützte sich auch das vielbeachtete QSO mit der Harbor Creek High School in der Nähe von Erie, Pennsylvania, auf die Unterstützung der Freiwilligen und Mitarbeiter, die Teil des Amateurfunkdienstes auf der Internationalen Raumstation (ARISS) sind. Sie halfen bei der Zeitplanung und koordinierten den Kontakt mit der NASA-Missionskontrolle in Houston. Dies war jedoch ein ganz anderes QSO: Etwa drei Viertel der teilnehmenden Highschool-Schüler waren lizenzierte Funkamateure – junge Funkamateure, die in Vorbereitung auf diesen hochkarätigen Kontakt die Funksysteme entwickelt, gebaut, installiert und betrieben haben. Sie bauten sogar die Antennen zusammen, die auf dem Dach des Schulgebäudes installiert wurden. Mit anderen Worten: Es handelte sich um einen direkten Kontakt zwischen der Schule und der ISS, ohne dass eine Telebrücke oder eine Telefonverbindung als übliche Vermittlungsinstanz fungierte.
Laut Frank Bauer, KA3HDO, dem geschäftsführenden Direktor von ARISS-USA, ist diese Art von praktischer Schülerbeteiligung in der langen Geschichte von ARISS und seinen rund 1600 Schulkontakten ungewöhnlich. Er teilte Newsline in einer E-Mail mit, dass ARISS diese Art von praktischer Beteiligung von Studenten stark fördert, sie aber nicht oft vorkommt. Er sagte gegenüber Newsline: „Das ist eine Seltenheit, die gefeiert werden muss.“
Kent Peterson, KCØDGY
Quelle: AR-Newsline

Aus cq-tv 282

ATV-Contest-Nachrichten
Dave, G8GKQ, berichtet, dass die Regeln für den IARU-R1-ATV-Contest geändert wurden, um den Vorteil von mobilen Stationen mit Mikrowellenausrüstung gegenüber festen Stationen auszugleichen. Es wurden Änderungen an den Bandmultiplikatoren vorgenommen, die die derzeitige Schwierigkeit des Betriebs auf den einzelnen Bändern widerspiegeln, sowie Beschränkungen für die Anzahl der verwendeten Standorte und separate Abschnitte für mobile und feste Stationen eingeführt.
https://forum.batc.org.uk/viewtopic.php?f=75&t=8674#p34534
Auf der IARU-Website gibt es einen Link zu den geänderten ATV-Contestregeln.

Dave, G8GKQ, hat sich nach sieben Jahren von der Position des IARU R1 ATV Contest Manager zurückgezogen.
Clive Reynolds, G3GJA

Teil-Ergebnis der WRC-23
In der vergangenen Woche wurde bekannt gegeben, dass die WRC keine Maßnahmen anordnet, sondern sich darauf geeinigt hat, dass eine Fußnote in die weltweiten Vorschriften aufgenommen werden soll. IARU-Präsident Tim Ellam, VE6SH, sagte: „Dies ist ein sehr gutes Ergebnis für die Amateurfunkdienste. Die auf der WRC-23 zu diesem Tagesordnungspunkt getroffene Entscheidung führt weder zu einer Änderung der Zuweisungstabelle noch wird M.2164 durch Verweis in die Vollzugsordnung für den Funkdienst aufgenommen. Die Hinzufügung einer Fußnote, die den Verwaltungen im Falle von Störungen des RNSS eine Orientierungshilfe bietet, ist ein gutes Ergebnis für die Amateure und die Hauptnutzer dieses Bandes.
Das bedeutet, dass die Einschränkungen aus der Fußnote in die weltweiten Vorschriften aufgenommen werden, es aber den einzelnen Regulierungsbehörden überlassen bleibt, wie sie diese interpretieren und Änderungen an der Amateurfunklizenz in ihrem Land vornehmen. Es ist nicht bekannt, wie die Regulierungsbehörden handeln werden – es ist möglich, dass die EU-Länder die Fußnote vollständig umsetzen, um die Galileo-Dienste zu schützen, und dass andere Länder sie vollständig ignorieren. Alle Änderungen werden wahrscheinlich ab Anfang 2025 umgesetzt. Sollte die Fußnote von den Regulierungsbehörden verbindlich umgesetzt werden, bedeutet dies, dass FM-ATV unterhalb von 1300 MHz nicht mehr möglich ist (außer bei sehr, sehr niedrigen Leistungspegeln) und dass es sehr strenge Leistungsgrenzen für alle Frequenzen unterhalb von 1296 MHz gibt.
Wir haben in Großbritannien das Glück, Zugang zu 1300 – 1325 MHz zu haben, wo sich unsere ATV-Repeater-Ausgaben befinden, aber wenn die Fußnote umgesetzt würde, müssten wir sie bei der Band- und Repeater-Planung berücksichtigen, da es wahrscheinlich ist, dass die Repeater-Eingänge verlegt werden müssen und wir neue Simplex-Arbeitskanäle zuweisen müssen, möglicherweise oberhalb von 1300 MHz. Funkamateure sollten immer daran denken, dass wir Sekundärnutzer im 23-cm-Band sind und keine Störungen bei den Primärdiensten verursachen dürfen. Die große Gefahr in Ländern, in denen die Fußnote nicht umgesetzt wird, besteht darin, dass künftige Interferenzprobleme durch die fortgesetzte Nutzung durch Funkamateure die Regulierungsbehörde zwingen könnten, die Änderungen umzusetzen. Wir sollten daher das 23-cm-Band weiterhin mit Vorsicht nutzen.
Noel Matthews, G8GTZ

MB7TF-SSTV
Neues SSTV-Relais in Chatteris (evtl. bei Überreichweiten bis PA0 erreichbar?)
MB7TF ist ein SSTV-Relais mit Standort in Chatteris, Cambridgeshire (JO02AL). Die Frequenz ist 144,5125 MHz – geringer FM-Hub erforderlich. Das Relais soll das Gebiet Fenland abdecken und am Wochenende und abends zwischen ca. 18:00 und 22:00 Uhr aktiv sein.

Der Zugang zum SSTV-Relais erfolgt mit Hilfe des Programms MMSSTV:
1. Senden Sie einen 1750-Hz-Ton für 2 Sekunden und schalten Sie ab.
2. Hören Sie zu und warten Sie, bis MB7TF mit seinem in CW gesendeten K antwortet – dies bedeutet, dass es bereit ist, zu wiederholen.
3. Senden Sie Ihr SSTV-Bild, möglich ist jede Betriebsart/Geschwindigkeit.
4. Wenn Sie fertig sind, warten Sie darauf, dass das Bild mit dem (zusätzlichen) MB7TF-Logo auf dem SSTV-Empfangsbildschirm wiederholt wird.

Alle zehn Minuten wird das Relais ein Bildsignal aussenden: entweder die letzten empfangenen Bilder, Details zu dieser Seite, Informationen, wie man Bilder sendet, oder andere Informationen wie QRA-Locator / WAB. Alle Erfahrungsberichte sind willkommen, E-Mail an andyg6ohm@gmail.com
MB7TF verwendet die Software MMSSTV. Alle Zeitangaben und Kennungen werden im Programm erstellt, ebenso wie die SSTV-Bake und die CW-Kennung. Der Relaistransceiver ist ein Kenwood TM-D707a, der den erforderlichen Leistungspegel gemäß der Verordnung hat. Ein G3LIV-Isoterm-Interface wird verwendet, um die Audiopegel zu kontrollieren, ebenso eine selbstgebaute Blumentopfantenne mit 3 db Gewinn, 33 Fuß über dem Boden. Hier in Chatteris befinden wir uns nur 1 Meter über dem Meeresspiegel, aber in den Fens habe ich eine freie Sicht. Keine Bäume, keine Hügel, keine Löcher, die Signale reichen also kilometerweit. Alle Einzelheiten finden Sie auf https://www.g6ohm.com/mb7tf-sstv-relay.html
Andy Dunham, G6OHM

100 Jahre TV-Kamera

Am 29.12.1923 meldete der russisch-amerikanische Ingenieur und Erfinder Vladimir Zworykin das Patent für sein „Ikonoskop“ an. Das Ikonoskop war die erste Aufnahme-Röhre, mit der man die umgebende Realität abtasten konnte. Im Prinzip wurden im Ikonoskop die Helligkeitswerte des Bildes in Ladungswerte umgewandelt. Vor allem waren es beim Ikonoskop erstmal Live-Bilder, weshalb man Zworykin präziser als Vater des Live-Fernsehens bezeichnen könnte.
Ikonoskop-Schema
Das Ikonoskop kam bereits 1936 bei den Olympischen Spielen in Berlin zum Einsatz. Hunderttausende fanden im Olympia-Stadion Platz, vielen anderen bot der Fernseher die Möglichkeit, mit Auge und Ohr dem Sport zu folgen: In speziell eingerichteten Fernsehstuben sahen Sportbegeisterte die ersten Übertragungen (mit 180 Zeilen). Das Ikonoskop war praktisch die Mutter aller analogen elektronischen Kameras. Im Prinzip funktionierten sie nämlich alle ähnlich: Immer wurde eine lichtempfindliche Schicht von einem Elektronenstrahl abgetastet. In allen Fernsehstudios, überall auf der Welt bis Mitte der 1990er-Jahre. Inzwischen ist Fernsehen nicht nur digital und bis in Millionen von Bildpunkten hochaufgelöst, sondern auch die Nutzung des Mediums hat sich verändert: Weil inzwischen fast jeder mindestens eine Kamera und mit dem Smartphone sogar einen eigenen „Sender“ hat.

Quelle. wdr.de
Linktipp: https://www.planet-wissen.de/kultur/medien/fernsehgeschichte_in_deutschland/index.html

Ergänzung:
Der erste TV-Sender, „Paul Nipkow“, benannt nach dem Berliner Erfinder der mechanischen Bildübertragung, war nur in der Hauptstadt empfangbar, weil über UKW gesendet wurde. Selbst in seiner Hochzeit 1936 gab es nur 27 öffentliche Fernsehstuben, später wurde zumindest Hamburg (über Kabel) an den Sendebetrieb angeschlossen.
Da das Berliner Programm nicht bis nach Hamburg reichte, präsentierte die Deutsche Reichspost auf dem Heiligengeistfeld am 20. Juni 1935 die erste fahrbare Fernseh-Sendeanlage, die aus 20 Fahrzeugen bestand. An fünf Standorten wurden Empfangsstellen eingerichtet, in denen Sport-, Kultur- sowie Live-Sendungen vom Heiligengeistfeld zu sehen waren. Von 1941 bis 1943 war dann auch das Berliner Programm in den Hamburger Fernsehstuben zu empfangen. Die Zuschauer konnten nun beispielsweise am Dammtor, in der Schlüterstrasse oder im Postamt Altona fernsehen.

Quelle: https://www.fernsehmuseum-hamburg.de/geschichte/ns-zeit.html